Deutsch

Im Deutschunterricht erwerben die Schüler die sprachlichen Basiskompetenzen die sie einerseits zum erfolgreichen Lernen in allen Fächern, andererseits zu einer angemessenen zwischenmenschlichen Kommunikation befähigen.

Da viele unserer Schüler in ihrer Familie nicht Deutsch als erste Sprache sprechen bzw. sie aus sehr bildungsfernen Elternhäusern stammen, enthält der Deutschunterricht immer auch Sprachförderunterricht, der sich durch kontinuierliche Wortschatzarbeit und zusätzliche individuelle Förderung auszeichnet.

Wir stellen besonders das Lesen als unverzichtbare Schlüsselkompetenz für den Zugang zu kultureller Bildung und Teilhabe am sozialen Leben in den Fokus unserer Arbeit: In allen Klassen findet täglich um 8:50 Uhr eine verbindliche, 20-minütige Lesezeit statt. In der Vorschule und in der Schuleingangsphase wird in dieser Zeit vor allem vorgelesen. Mit zunehmender Lesekompetenz werden unterschiedlichen Methoden des Lesetrainings eingesetzt. Um die Qualität der Lesezeit zu sichern nehmen alle Deutschlehrkräfte über einen Zeitraum von 3 Jahren an BiSS (Bildung durch Sprache und Schrift) Fortbildungen teil. Zusätzlich wird der Lesefortschritt der Schüler unter anderem mit Hilfe des Salzburger Lesescreenings untersucht.

Sprache ist aber nicht nur Mittel zur Aneignung von Inhalten und zur Kommunikation, sondern sie dient auch zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Ich und dem Anderen. Als Methode hierzu haben sich vor allem Vorlesegespräche bewährt, welche anhand von geeigneter Kinderliteratur (v.a. Bilderbücher), die engen inhaltlichen Bezug zur Lebenswelt der Kinder hat, angeregt werden. Im gemeinsamen Klassengespräch übernehmen die Schüler Perspektivwechsel, überlegen eigene Lösungsansätze für Konflikte oder reflektieren Personenkonstellationen. Zunehmend werden die eigenen Ansätze auch in kreativen Texten und Rollenspielen verarbeitet.